Grundsätzliches

Nichts Tiefschürfendes à la "Sein oder Nichtsein", sondern nur ein paar Gedanken und Infos.

Bio oder nicht Bio?
Ich lege grossen Wert auf möglichst regionale, saisonale, bevorzugt nach demeter-Richtlinien produzierte Lebensmittel. Nebenbei lasse ich mich aber auch von meinem gesunden Menschenverstand leiten, denn ein Einkauf sollte immer monetär und logistisch vertretbar sein. Ich fahre nicht stundenlang kreuz und quer durch die Stadt, in der Hoffnung, irgendwo ein Sträusschen Bio-Petersilie auftreiben zu können. Da beehre ich lieber das kleine Lädeli eine Strasse weiter und kaufe konventionelle Petersilie. Anderes Beispiel: Eier aus Freilandhaltung, die ich vor Ort besichtigen kann, sind mir wesentlich sympathischer als Bio-Eier von anonymen Grossbetrieben. Statt Dinkel von einem weit entfernten demeter-Betrieb, kaufe ich ebenso gerne IP UrDinkel aus der Region. Bio-Frischprodukte aus weit entfernten Ländern, wie z.B. Zwiebeln aus Israel oder Kartoffeln aus Ägypten zu importieren, ist meiner Meinung nach selten sinnvoll. Schlussendlich muss aber jeder für sich selbst entscheiden, ob und wann er zu Bioprodukten oder Lebensmitteln aus konventioneller Produktion greifen möchte. Alles hat Vor- und Nachteile.

Lieber Bio oder Fairtrade?
Produkte aus der dritten Welt, wie Kaffee, Kakao, Schokolade, exotische Früchte, Fruchtsäfte etc., lieber in Fairtrade-, statt "nur" in Bio-Qualität. Wer will schon Kindersklaven auf dem Gewissen haben?

Warum so viele vegane Rezepte?
Weil ich gerne vegan koche, backe und geniesse. Ich esse ebenso gerne tierische Produkte, sie sind für mich aber kein MUSS. Und seit ich das realisiert habe, experimentiere ich in der Küche oft mit veganen Gerichten und Alternativen. Nicht mehr und nicht weniger. Jeder nach seiner Façon. 

Werbung
Ich habe mich bewusst dafür entschieden, keine Werbeflächen auf meinem Blog anzubieten bzw. zuzulassen. Wir werden täglich an allen Ecken und Enden mit Werbung überschüttet, das reicht völlig.

Link zum Buch
Ich erhalte keinerlei Bezahlung, Vergünstigungen oder ähnliches für die von mir gesetzten Links. Nach Möglichkeit verlinke ich direkt zum Autor oder Verlag. Falls das aus irgendeinem Grund nicht möglich ist, muss ich oft auf die Beschreibungen bei Amazon zurückgreifen. Das sagt aber nichts über meine Haltung zu diesem Konzern aus.

Links zu Händlern
Auch für diese Links erhalte ich keine Bezahlung, Vergünstigungen oder ähnliches.

Rezensionen
Wenn mich ein Buch interessiert, dann frage ich gezielt bei Verlagen an, ob sie mir freundlicherweise ein Rezensionsexemplar überlassen würden. Die Besprechungen werden niemals geschönt, nur weil mir das Medium kostenlos zur Verfügung gestellt wurde. Es gibt genug Blogger(innen), die jeden Quark in den Himmel loben. Ich schreibe was ich denke und meine Meinung ist nicht käuflich. Nein, auch nicht mit Kochbüchern.

Bist du auch bei Facebook & Twitter?
Nö, nicht mehr. Mein privater Facebook-Account ist vor einiger Zeit ins Nirvana eingegangen. Und wisst ihr was? Das fühlt sich irre gut an! Keine Entzugserscheinungen oder dergleichen. Ausserdem muss ich gestehen, dass ich keinen blassen Schimmer habe, was Twitter eigentlich genau ist und wie es funktioniert. Ehrlich gesagt, besteht da auch überhaupt kein Aufklärungsbedarf meinerseits. Sobald ich mich bei Blogger abmelde, bin ich weg vom Fenster. Auch wenn ich mein virtuelles Dasein sehr schätze, bevorzuge ich immer noch das reale Leben.


Nützliche Infos
Eier kaufe ich nur von freilaufenden Hühnern direkt ab Bauernhof oder im Bioladen. Da ich mir meist die grösseren Exemplare aussuche, darf man von Grösse L oder XL (> 60 Gramm) ausgehen, wenn in den Rezepten nichts anderes angegeben ist.

Milch kommt bei uns nur in der vollfetten Version in den Kühlschrank. Am liebsten natürlich Rohmilch direkt ab Hof, sonst auch gerne demeter- oder Bergbauernmilch. Wenn schon, denn schon.

Für Zitrusabrieb werden nur unbehandelte Früchte aus Bioanbau verwendet. Ist aber eigentlich selbstverständlich, oder?

Statt Zucker verwende ich für Hefeteige meist Birnel (entsäuerter Birnendicksaft). Dieser kann durch Apfeldicksaft, Süssmostkonzentrat, Dattelsirup, Agavendicksaft oder Honig ersetzt werden.

Wenn einfach nur von Salz die Rede ist, ist Meersalz damit gemeint. Ob fein oder grob, ist Geschmackssache. Zum Backen eignet sich feines Salz allerdings einen Ticken besser. Ich halte Fleur de Sel übrigens für völlig überbewertet und finde ungereinigtes, grobes Meersalz aus der Bretagne um Längen besser.

Wenn von Kräutersalz die Rede ist, ist Herbamare oder Trocomare von Dr. Vogel gemeint.

Brühepulver ersetze ich gerne durch Salz und getrocknetes, evt. zerkleinertes Suppengemüse. Dabei spielt es keine Rolle, ob das Gemüse selbst getrocknet oder selbst gekauft wurde.

Mein Slow Cooker fasst 3,5 Liter und besitzt keine "Auto(matische)" Funktion.

Weizenmehl mit der Bezeichnung "Typ 550" entspricht in etwa dem Schweizer Halbweissmehl und lässt sich problemlos untereinander austauschen. Ruchmehl ist nur in der Schweiz erhältlich und lässt sich am besten durch Weizenmehl Typ 812 oder 1050 ersetzen.

Nach einigen Experimenten wage ich zu behaupten, den perfekten Ersatz für italienisches Farina di Manitoba gefunden zu haben: Proteinreiches Weizenmehl Typ 405 von Edeka.


Kommentare:

Rita hat gesagt…

Mensch, großartig! Ich habe die gleiche Einstellung zu vegan wie du. Und ziehe lokal auch bio vor.
Hab auch schon ein paar deiner Rezepte ausprobiert.
Ich mag deinen Blog :)
Grüße aus Frankfurt am Main!

Ines hat gesagt…

Ich habe auch so einen Backofen. Leider klappt's beim Backen nicht bisher nicht so gut wie bei dir. Hast du vielleicht einen guten Tipp, wie ich die typische oben-roh-unten-schwarz-Kombination verhindern kann?

Cooketteria hat gesagt…

Hallo Ines

Oft hilft es, die Temperatur bei vielen Rezepten um 20 Grad zu reduzieren und vieles auf der mittleren Schiene (statt weiter unten) einzuschieben. Nach der Hälfte der Backzeit decke ich viele Kuchen, Aufläufe und ähnliches mit Alufolie ab, dadurch staut sich die Hitze besser in der Form und das Essen gart gleichmässiger durch. Manchmal hilft es auch, das Blech mehrmals während des Backvorganges zu drehen und/oder niedriger oder höher einzuschieben.

Und sonst: Üben, üben, üben und das Vorgehen genau notieren. Wenn es einmal geklappt hat, kann das gute Ergebnis meist reproduziert werden. (Sieht in meiner Kladde zum Beispiel so aus: 10 Min auf mittlerer Schiene bei 220 Grad, dann eine Schiene höher einschieben, auf 200 Grad reduzieren, 20 Min backen, mit Alufolie abdecken, weitere 20 Min backen.) Hört sich kompliziert an, wird aber mit der Zeit zur Routine.

Ganz liebe Grüsse

Ines hat gesagt…

Danke für die ausführliche Antwort!

Cooketteria hat gesagt…

Gern geschehen :-)