Montag, 17. September 2012

Der Duft des Herbstes: Quittentee



Quitten sind für mich die schönsten Vorboten des Herbstes. Nebenbei sind sie noch die widerspenstigsten Früchtchen, die mir je unter die Finger gekommen sind. Oder kennt ihr jemanden, der sich beim Quitten schälen und/oder schneiden nicht schon mal verletzt hat? Eben. Spätestens beim Kerngehäuse hört der Spass auf. Sogar der superscharfe Gemüsehobel verweigert hier seinen Dienst. Nach unzähligen Fingerwunden kam irgendwann die Erleuchtung. Die Küchenmaschine könnte es meistern. Und siehe da, es funktionierte einwandfrei! Zu meinem grossen Kummer musste die Maschine im Sommer entsorgt werden. Der Aufsatz hatte einen Riss und die Herstellerfirma keine Ersatzteile mehr für über 20 Jahre alte Küchengeräte. *soifz*


Da kommt mir Zorras Event "Rezepte für Sieger" zu ihrem achten Blog-Geburtstag doch gerade recht. Zu gewinnen gibt es Stabmixer und, was für ein Zufall, eine Küchenmaschine! Ausserdem werden die eingereichten Rezepte in einem Hardcover-Buch zusammengefasst und dieses an die Teilnehmer verschenkt! Wow! Da lasse ich mich natürlich auch nicht lumpen und steuere gerne mein Lieblingsrezept für Quitten bei. 

Liebe Zorra, auf viele, viele weitere Jahre und ein ganz dickes Dankeschön, für die Events, die du immer wieder ausrichtest. Egal, ob es dabei etwas zu gewinnen gibt oder nicht. (Obwohl ich natürlich nichts gegen eine neue Küchenmaschine hätte....)


Für eine Kanne Tee:

  • 1 mittlere Quitte (etwa 250 gr)
  • 1,5 Liter kaltes Wasser
  • 2 Gewürznelken
  • 1/2 Vanilleschote, ausgekratzt 
  • Saft einer halben Zitrone
  • 1 El Zucker

Quitte mit einem Küchentuch gründlich abreiben, um den Flaum zu entfernen. Waschen und, je nach Grösse, halbieren oder vierteln. Samt Schale und Kerngehäuse mit Hilfe der Küchenmaschine in 2-3 Millimeter dünne Scheiben schneiden. Wer keine Küchenmaschine hat, kann dies auch von Hand tun. 

Quittenstücke zusammen mit allen anderen Zutaten in einem Topf zum Kochen bringen. Zehn Minuten köcheln lassen, bis die Fruchtstücke sehr weich sind, aber noch nicht zu Mus zerfallen. Topf vom Herd ziehen, Deckel auflegen und mindestens vier Stunden, besser über Nacht, durchziehen lassen. Tee durch ein feines Sieb oder einen Nussmilchbeutel filtern. Wieder erhitzen, in eine Teekanne umfüllen und mit Zuckerstückchen servieren. Schmeckt übrigens auch kalt ganz vorzüglich.

An frostigen Herbstabenden verfeinere ich den Tee für Erwachsene gerne mit einem Schuss Rum oder Arrak.

8 Jahre kochtopf Geburtstags-Blog-Event - Rezepte für Sieger und mehr! (Einsendeschluss 6. Oktober 2012)


Kommentare:

Sarah-Maria hat gesagt…

hmmmmhm. lecker! der riecht bestimmt köstlich^^

mit lieben grüßen,
sarah maria

zorra hat gesagt…

Stimmt Quitten sind sehr "starrköpfig" aber der Kampf mit ihnen lohnt sich, wie man auch an deinem Tee sehen kann. Daumen für die Küchenmaschine sind gedrückt. Falls du auch ins Kochbuch möchtest, müsstest du noch das Formular ausfüllen und die mail an Braun nicht vergessen - http://kochtopf.twoday.net/stories/8-jahre-kochtopf-geburtstags-blog-event-rezepte-fuer-sieger-und-mehr/

Sybille hat gesagt…

Sind die Quitten bei euch schon reif?
Die Bäume hängen hier voll..dauert aber bestimmt noch 2-3 Wochen.
Dein Tee schmeckt mir. :)

Cooketteria hat gesagt…

@ Sarah-Maria
Riecht und schmeckt himmlisch (und macht süchtig).

@ Zorra
Ich hab's (noch) nicht vergessen. Muss aber noch das Foto pimpen lassen, es hat ein paar Pixel zu wenig.

@ Sybille
Wir mussten die ersten Quitten vor etwa zwei Wochen ernten. Sonst wären die mistigen Fruchtwürmer Sieger geworden.

Anna Purna hat gesagt…

Mit Quitten habe ich mich erst letztes Jahr angefreundet. Jetzt kann ich gar nicht mehr darauf warten bis sie reif sind. Und da steht Dein Teerezept an oberster Stelle. Ich kann ihn schon förmlich riechen.