Dienstag, 15. August 2017

12 x [GE] - Meine Hirnwindungen unter der Lupe -115-



[GE]gessen: Chinesische Sesamkekse

[GE]trunken: Apfelschorle mit Baobabpulver

[GE]kocht: Guyanisches Dhal, dazu geröstete Butterbrötchen

[GE]backen: 
5,3 Kilo Zwetschgen und ein paar Mirabellen + 7 Stunden Ofenhitze = 
10 Gläser göttliches Zwetschgenmus

[GE]wesen: Mit lieben Freunden bei Fünfschilling in Fischingen.
Das Essen auf meinem Teller war, leider wieder einmal, eine halbe Katastrophe: Der ohne Gorgonzolasauce bestellte Burger kam dann auch gleich ohne BBQ-Sauce & Bacon und war rundherum schwarz verbrannt. Natürlich habe ich den Teller zurückgehen lassen. Der zweite Burger konnte zwar mit Sauce und Bacon punkten, war aber wiederum fast angebrannt. Zusätzliche hatte der Koch noch die Menge der Kartoffelwedges halbiert und den Schnittlauchdip verschwinden lassen... 
Und der Service war wie immer unterdurchschnittlich. Die junge Dame nahm Bestellungen falsch auf, war unfreundlich und wurde noch unfreundlicher, als ich nicht gewillt war, für ihre miese Vorstellung Trinkgeld draufzulegen.

 [GE]sehen: Eine weitere Staffel American Horror Story 
(Ein Suchthaufen ich bin. Schon weiss.) 

[GE]lesen
Stark: The Dark Half - Stephen King
Fata Morgana - Agatha Christie

[GE]freut
Herr C. hat einer älteren Dame bei der Wohnungsräumung geholfen und bekam dafür ein Kaffeeservice von Rosenthal und einen quasi neuen Plattenspieler von Sony.

[GE]ärgert: siehe [GE]wesen

[GE]kauft: Zwei Mumins Tassen für den nächsten Campingurlaub

[GE]hört: Ein paar meiner alten Lieblingsplatten von Queen, den Beatles, Falco, Wham!, Mani Matter und Depeche Mode

[GE]erntet: Zwetschgen, Mirabellen, Zucchini, Gurken, Minigurken,
Himbeeren. Kompletter Ernteausfall hingegen beim Hopi-Mais, den Stangenbohnen und den Äpfeln wegen dem verdammten Dachs, der seit letztem Jahr in einem pächterlosen Garten haust.

Sonntag, 13. August 2017

Mildes Eiercurry



Eiercurry hat eigentlich nur Vorteile: Die meisten Zutaten tummeln sich im Vorratsschrank, die Zubereitung ist pipieinfach, die Kosten sind überschaubar und die Begleitung frei wählbar, d.h. Kartoffelstock passt genau so gut dazu wie Reis, Naan oder gedämpftes Gemüse. Einziger Nachteil: Es bleiben nie Reste für die Lunchbox übrig.


Für 4 Personen:

  • 4-8 Eier (Menge dem aktuellen Hungergefühl anpassen)
  • 2 El Ghee 
  • 400 gr Zwiebeln oder grosse Schalotten, sehr fein gehackt
  • 50 gr Knoblauchzehen, sehr fein gehackt
  • 20 gr Ingwer, fein zermust
  • 1 El mildes Currypulver
  • 1 Tl Korianderpulver
  • 1/2 Tl Zimtpulver
  • 1/4 Tl Kurkuma
  • 1/4 Tl Garam Masala
  • 1 grosszügige Prise Kaschmir-Chilipulver
  • 2 grosse Tomaten, an der Röstiraffel gerieben (übrige Tomatenhaut entsorgen)
  • 3 Zimtblätter oder ein Lorbeerblatt
  • 1 Liter Wasser
  • 200 gr Coconut Cream
  • 2-3 El getrocknete Bockshornkleeblätter, zwischen den Handflächen grob zerrieben
  • 1/2 Tl Amchur oder ein paar Spritzer Limettensaft
  • Salz

Eier hart kochen, mit kaltem Wasser abschrecken und zur Seite stellen. Nebenbei Ghee in einer grossen Pfanne mit hohem Rand erhitzen, gehackte Zwiebeln, Knoblauch und Ingwer darin anschwitzen. Wenn die Zwiebelstücke glasig aussehen, alle Gewürze zugeben und eine Minuten rührbraten. Tomatenmatsch unterrühren, Zimtblätter zugeben, Wasser zugiessen, kräftig salzen und zum Kochen bringen. Ohne Deckel 10 Minuten kochen lassen, bis die Zwiebelstücke gar sind und die Sauce angedickt ist. Unterdessen die Eier schälen und kurz abspülen, um alle eventuell anhaftenden Schalenreste zu entfernen. Coconut Cream, Bockshornkleeblätter und Amchur einrühren. Zwei Minuten mitkochen. Sauce nachwürzen und wenn der Geschmack stimmt, den Herd ausschalten. Eier in die Sauce legen, Pfanne mit einem Deckel verschliessen und das Curry auf der heissen Platte 10 Minuten ziehen lassen. Heiss mit oder ohne Beilage(n) servieren.

Dienstag, 8. August 2017

12 x [GE] - Meine Hirnwindungen unter der Lupe -114-



Am 1. August [GE]gessen
Apéro (Knabberzeug & Dips), Fleisch, div. Würste, Maniokbrot, Knoblauch-Sumach-Butter mit fermentiertem Knoblauch, Gurkensalat, rosa Coleslaw, Kartoffelsalat, Bohnensalat und Zwetschgenstreuselkuchen mit Schlagrahm 

[GE]trunken: Zwei giftgrüne Caipirinhas und ein paar Bierchen

[GE]kocht: Poulet à la Mwambe

[GE]backen: Brot und Kuchen für den Nationalfeiertag

[GE]wesen: Portiunkula-Fest in Dornach

 [GE]sehen: Eine weitere Staffel von American Horror Story

[GE]lesen: Mehrere hundert Inserate und Kleinanzeigen, bis ich das richtige für unsere Ferien gefunden hatte.

[GE]freut: Ferien gebucht! Juhui!!
Im Oktober verbringen wir zwei Wochen in einem Tessiner Rustico auf 1500m ü.M. Bereits fest eingeplant ist ein erneuter Ausflug ins kleine Mühlenmuseum von Frasco, wo tagesfrisch gemahlener Polentagriess erhältlich ist. 

[GE]ärgert: Es gibt Leute, die können aus einer Amöbe einen Brontosaurier machen und merken dabei nicht einmal, wie lächerlich ihr Verhalten ist. Ein veritabler Kindergarten für Fortgeschrittene. *abgrundtiefersoifzer*

 [GE]spendet: Einen kleinen Betrag für die Hundehilfe Ungarn.
Die Mädels und Jungs kümmern sich mit unendlich viel Herzblut um die Vierbeiner vor Ort und können jeden Batzen gebrauchen.

[GE]hört: Don't stop me now - Queen

[GE]lacht: Über die Google-Übersetzung eines türkischen Rezepts.
..Drizzle 5 Esslöffel Sauce auf einem Kissenbezug, Pinsel kriechen alle über sie..
Babelfish is alive!

Sonntag, 6. August 2017

Blechpizza mit Zucchinichips, Ziegenkäse und Sumach



Die fünf Zucchinipflanzen in unserem Garten sind ausser Rand und Band und wir kommen mit ernten kaum hinterher. Ab und zu übersehen wir vor lauter Grünzeug auch mal ein, zwei Zucchini, die sich dann schnurstracks in Keulen verwandeln, mit denen man problemlos jemanden verprügeln könnte. Manchmal sind wir aber schnell genug und erwischen die Früchtchen noch bevor sie sich in einen Baseballschläger transformieren, doch leider haben sie in diesem Zustand auch schon einiges an Aroma eingebüsst. Um dieses zurückzuholen bzw. den kläglichen Rest zu verstärken, empfiehlt sich ein Aufenthalt unter dem Grill. Je mehr Wasser das Gemüse verliert, desto stärker tritt der Eigengeschmack hervor und ein paar Röstaromen als Zugabe können auch nicht schaden. Aus diesem Grund verwende ich für Pizzen nur vorgängig geröstete Zucchinischeiben, die sich bei der zweiten Runde im Ofen in aromatische Chips verwandeln. Die knusprige Pizza eignet sich auch als Apérogebäck und Reste sind ein gern gesehener Gast in der Lunchbox.


Teig:
  • 410 gr Farina di Manitoba oder kleberstarkes Weizenmehl Typ 550
  • 260 gr knapp lauwarmes Wasser
  • 20 gr Rapsöl
  • 6 gr Salz
  • 4 gr frische Hefe

Alle Zutaten in die Schüssel der Küchenmaschine geben, etwa 14 Minuten auf Stufe 2 verkneten. Der Teig sollte sich komplett von der Schüsselwand gelöst haben, bleibt aber leicht klebrig. Auf einer eingeölten Fläche falten und an einem warmen Platz ca. 2-3 Stunden aufgehen lassen, bis sich sein Volumen verdoppelt hat. Wenn der Teig aufgegangen ist, den Belag vorbereiten. 


Belag:
  • 1 mittelgrosse Zucchini (ca. 700 gr)
  • 200 gr Crème fraîche, glatt gerührt
  • 1 Tl Sumach
  • Kräutersalz
  • 1 Tl frische Thymianblättchen, grob gehackt
  • 150 gr Ziegenfrischkäse (z.B. von der Domaine du Geissberg oder Chavroux)
  • Pfeffer
  • 1 Tl fein abgeriebene Schale einer Bio-Orange

Grill vorheizen. Zucchini waschen, von den Enden befreien und in ca. 7 mm dicke Scheiben hobeln. Blech mit Backpapier belegen und die Scheiben nebeneinander platzieren. Sparsam (!!!) salzen und auf der zweiten Schiene von oben einschieben. Wenn das Gemüse geschrumpft und stellenweise gebräunt ist, Blech aus dem Ofen holen und alle Scheiben umdrehen. Nochmals ein paar Minuten im Ofen gönnen, bis die Scheiben auch auf der anderen Seite angebräunt sind und sich ledrig anfühlen. Aus dem Ofen holen und das Backpapier samt den Scheiben auf ein Abkühlgitter legen. Ofen auf 250 Grad Ober- und Unterhitze umschalten. Abgekühltes Blech mit einem weiteren Bogen Backpapier belegen, den aufgegangenen Teig mit nassen Händen möglichst gleichmässig über die ganze Fläche verteilen (sanft ziehen & breit drücken). 10 Minuten ruhen lassen, ggf. nachformen. Die Crème fraîche darauf verstreichen, dabei einen ca. 2 cm breiten Rand frei lassen. Mit dem Sumach und wenig Kräutersalz betreuen. Zucchinischeiben nebeneinander auf die Crème fraîche legen, mit den Thymianblättchen bestreuen. Ziegenkäse, je nach Konsistenz, zerbröckeln oder mit einem Teelöffel portionsweise zwischen den Scheiben verteilen. Auf der untersten Schiene einschieben und 25 Minuten backen, bis die Pizza am Rand leicht gebräunt ist. Blech auf die zweite Schiene von oben versetzen und noch 5-7 Minuten nachbräunen. Aus dem Ofen nehmen, grosszügig pfeffern und mit dem Orangenabrieb besprenkeln. Heiss oder lauwarm servieren.