Dienstag, 12. Dezember 2017

12 x [GE] - Meine Hirnwindungen unter der Lupe -130-



[GE]gessen
Gebackene Quetschkartoffeln mit Kräuterquark, Salsicce und Nüsslisalat

[GE]trunken: Heisser Zimttee mit Grappa

[GE]kocht: Ein Suppenhuhn im Slow Cooker
Herr C. ist erkältet und kann die Suppe gut gebrauchen.
Ich bin wieder fit und erfreue mich am butterzarten Fleisch.

[GE]backen: Etwa 7,5 Kilo Weinachtsgebäck
Spitzbuben, Vanillekipferl, Schokozigarren, Haferflockenkekse & Orangenschnitten

[GE]wesenIn Biel-Benken, eine Tasche voller Lektüre zum Büchertisch gebracht und gegen meinen ausdrücklichen Willen fünf neue Bücher eingepackt.

 [GE]sehen: The Crown 

[GE]lesenMünchen - Robert Harris

[GE]freut: Endlich eine Quelle für Bio-Suppenhühner gefunden.

[GE]ärgert
Über Zweitplatzbesetzer, wie ich sie nenne.
Diese Leute beschlagnahmen mit ihren Handtaschen/Rucksäcken/Einkaufstüten in öffentlichen Verkehrsmitteln einen weiteren, manchmal sogar gleich zwei oder drei Sitze. Spätestens wenn sich die Menschen in den Mittelgängen stauen, gehören Taschen & Co. weggeräumt. Früher war so ein Verhalten selbstverständlich, heute anscheinend nicht mehr. Auch nicht mehr selbstverständlich: Für ältere Menschen aufstehen und den Platz anbieten. Sich beim Chauffeur zu bedanken, wenn er auf Nachzügler gewartet hat. Kinderwagen so hinstellen, dass Ein- und Aussteigen noch gewährleistet ist. Kindern nicht erlauben, mit den Schuhen auf den Sitzen zu stehen bzw. darauf rumzuturnen. Besonders im Winter. Auch kleine Hunde gehören nicht ohne Unterlage/Transporttasche auf Sitzplätze. Ob sie überhaupt auf einen Sitz gehören, darüber kann man sich streiten. Sie sind meiner Meinung nach aber immer noch berechtigter als eine Handtasche, die man bequem auf dem Schoss halten kann.

Im Brocki[GE]kauft: Weitere fünf Bücher 
(Bei 50 Rappen pro Stück ist es vorbei mit der auferlegten Zurückhaltung)

Passend zum Wetter[GE]hört: Let it snow - Dean Martin

[GE]lacht: Schwesterherz hat sich beim Ausstechen der Spitzbuben grausam verzählt und am Schluss blieben 12 Deckel mit Gucklöchern übrig. Sie behauptet allerdings, ich hätte die Böden heimlich verschwinden lassen, um sie zu ärgern. *mömpf*

Sonntag, 10. Dezember 2017

Glutenfreie Maniokkekse



Maniok zählt erst seit etwa drei Jahren zu den gern gesehenen Gästen in meiner Küche. Meistens besorge ich auf dem Heimweg bei Coop eine grosse Knolle (Fairtrade) und bereite sie wie Salzkartoffeln zu: Gründlich schälen, in eher grosse Würfel zerteilen, Mittelstrang entfernen und in leicht gesalzenem Wasser mindestens 20 Minuten kochen. Dazu gönne ich mir Butter, Käse, hausgemachten Kräuterquark und einen Salat. Herr C. kann mit dieser exotischen G'schwellti-Variante nicht viel anfangen, darum bleiben regelmässig ein paar gekochte Maniokwürfel übrig. Daraus wird dann mein Lieblingsbrot, das Pao de mandioca (Rezept folgt). 


Vor ein paar Monaten entdeckte ich in einem Asialaden eine Packung brasilianisches Maniokmehl, die natürlich sofort im Einkaufskorb landete. Zu Hause musste ich dann nach ein paar Fehlschlägen feststellen, dass dieses griesige Mehl sich zwar perfekt für Farofa eignet, aber nur eingeschränkt für Brot, Kuchen und Kekse. Die Kekse, die ich heute vorstelle, sind nur wenig süss, nussig, knusprig. Wer mag, kann den Vanillezucker durch Kokosblütenzucker ersetzen und 3 Prisen Salz verwenden, das ergibt eine interessante Digestivknabberei.


Für ca. 25 Kekse:

  • 150 gr Butter oder Alsan, geschmolzen
  • 105 gr knapp lauwarmes Wasser
  • 55 gr hausgemachter Vanillezucker
  • 55 gr Zucker
  • knapper 1/2 Tl Weinsteinbackpulver
  • 1 Prise Salz
  • 170 gr Maniokmehl

Alle Zutaten der Reihe nach verrühren, 15 Minuten quellen lassen. Unterdessen den Ofen auf 190 Grad vorheizen. Walnussgrosse Mengen vom Teig abnehmen, rund formen und sanft platt drücken, bis sie etwa zentimeterdick sind. Auf einem mit Backpapier belegten Blech verteilen und in der Mitte des Ofens ca. 25-30 Minuten backen, bis sie durchgehend hellbraun sind (evt. zwischendurch einmal vorsichtig wenden). 10 Minuten auf dem Blech abkühlen lassen, danach auf einem Kuchengitter vollständig auskühlen lassen. In einer gut schliessenden Blechdose aufbewahren.

Donnerstag, 7. Dezember 2017

12 x [GE] - Meine Hirnwindungen unter der Lupe -129-



[GE]gessen: Die ganze Packung Ein paar Mozartkugeln

[GE]trunken: Tee aus grünem Hafer und Ingwergrün

[GE]kocht: Pikante Bananensuppe mit Ingwer, Garam Masala und Limette

[GE]backen: 
Focaccia alla Zucca
Cobbler mit Äpfeln und Pecannüssen
Vanillige Mohn-Limetten-Würfel (frei nach Tanja Grandits)

Rechtzeitig [GE]wesen
In der Bibliothek, Kochbücher & Krimis besorgt. 
Einen Tag später haben mich die Viren flach gelegt.
Ich hasse Erkältungen und Ohrenschmerzen. 
Alt werden ist echt nichts für Weicheier.

 [GE]sehen:  
Happy Death Day
Spiderman Homecoming
Mord im Orient-Express
Der Schneemann

[GE]lesen
Ihr sollt den Fremden lieben - Alfred Bodenheimer (leider enttäuschend)
Helvetia vegetaria - Carlo Bernasconi (ebenso) 
Überbitten - Deborah Feldman (dito)

[GE]freut: Mit kombinierten Rabatten und Bons zwei Paar teure Markenschuhe für nur 30% des Neupreises ergattert. Call me se Coupon-Queen! 

[GE]freut II:
Herr C. hat es endlich geschafft, unser WC zu streichen und den neuen Klodeckel zu montieren. Ich bin geneigt, in den nächsten Tagen eine grosse Eröffnungsfeier abzuhalten.😄 

[GE]kauft
Eine rote Art déco Glasvase für 50 Rappen und eine weisse Jugendstilvase aus Keramik für 90 Rappen.

[GE]hört: Driving home for Christmas - Chris Rea

[GE]lacht: Top Gear - Camping für Fortgeschrittene

Montag, 4. Dezember 2017

Füsschen or not Füsschen



Änisguetzli/Änisgutzi/Anismödeli/Änismodel/Anischräbeli/Springerle...
Viele Namen, unzählige Rezepte.


Egal, ob mit Anissamen oder Anisöl.
Egal, ob mit oder ohne Kirsch.


    Egal, ob mit einem Model oder freihändig geformt.
Nur eines ist wichtig: Die Füsschen!

(Auf dem Foto sichtbar neben den Ohren des Lällekönigs, der, nebenbei bemerkt, zu nahe am Motiv beschnitten wurde).

Ohne sind es einfach keine richtigen Anisguetzli.
Der supergeheime Füsschen-Trick: Weinsteinbackpulver statt Hirschhornsalz.


Für 20-40 Stück (je nach Grösse der Model):

  • 4 superfrische, zimmerwarme Eier Grösse M (mit Schale 240 Gramm, ohne 200 Gramm)
  • 500 gr Puderzucker, gesiebt
  • 2 El Kirsch
  • 10 gr Anissamen, fein zermörsert oder in der Kaffemühle gemahlen
  • 560 gr Mehl, gesiebt
  • 1 gr Weinsteinbackpulver
  • Speisestärke

Eier und Puderzucker in die Rührschüssel der Küchenmaschine geben und mit dem Schneebesen 15 Minuten auf Stufe 2 aufschlagen, bis die Masse dickschaumig-weiss ist. Kirsch und Anissamen kurz unterrühren, dann den Knethaken montieren. Mehl mit Backpulver vermischen und portionweise zugeben. Jeweils kurz einkneten und zum Schluss von Hand bearbeiten, bis der Teig geschmeidg-seidig ist. Zu einem Rechteck formen, in Tupperware oder Klarsichtfolie einpacken und über Nacht im Kühlschrank ruhen lassen. Am nächsten Tag 2-3 Backbleche mit Backpapier belegen. Teig dritteln und die Arbeitsfläche hauchdünn mit Speisestärke bepudern. Mit Hilfe eines (Marmor)Nudelholzes und Teighölzern ein Drittel des Teiges zu einer zentimeterdicken Platte auswallen. Oberfläche dünn mit Speisestärke bepinseln. Nun die Model gleichmässig in den Teig drücken und senkrecht (!) wieder abheben. Die Motive mit runden/ovalen/viereckigen Ausstecherformen bzw. ersatzweise mit einem Glas/Messer/Teigrädchen "ausstechen". Überschüssige Stärke mit dem Backpinsel entfernen. Teiglinge vorsichtig mit einem Bratenwender auf die Bleche verteilen, dazwischen fingerbreite Abstände gönnen. Unbedeckt 12-24 Stunden, je nach Grösse der Kekse, an einem mindestens 20 Grad warmen, trockenen Ort ohne Zugluft ruhen lassen. Am nächsten Tag den Ofen auf 150 Grad vorheizen. Ein paar Tropfen kaltes Wasser auf das Backpapier spritzen (NICHT auf die Kekse!), auf der zweiten Schiene von unten einschieben und die Springerle 15-25 Minuten backen. Die Springerle sollen nach dem Backen hübsche Füsschen aufweisen und möglichst hell bleiben. Vorsichtig auf ein Kuchengitter setzen und vollständig auskühlen lassen. Danach in einer dicht schliessenden Blechdose aufbewahren.